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Meine Auswanderung Teil II

Ja so sieht das hier aus auf der schönen Insel Gran Canaria. In den 16 Jahren habe ich auch schon viele Deutsche kennengelernt die nach hier ausgewandert sind, 70 Prozent davon sind wieder zurück nach Deutschland, denn hier gibt es kein Harz IV . Wer Arbeitslos ist  wird bekommt eine begrenzte Zeit, je nachdem wie lange er gearbeitet hat und ob es ein Vollzeitarbeits- oder Teilzeitarbeitsvertrag war, sein Arbeitslosengeld ( höchstens 2 Jahre) und dann noch 6 Monate eine Unterstützung  in Höhe von 400 Euro und das war es dann auch schon. Ja und oft hat man vor Jahren gar keinen oder nur einen Zeitvertrag für 6 Monate bekommen und der wurde dann 3 monatsweise verlängert oder auch nicht.

Mir ist es auch passiert, da hieß es der Steuerberater ist im Urlaub, der Vertrag war unterschrieben und es dauert noch was bis ich das Duplikat wieder bekomme, dann war der Steuerberater krank usw. und siehe da , Sonntag war mein freier Tag und Montag habe ich einen Anruf bekommen, das Geschäft ist an einen neuen Pächter abgegeben worden, auf mein Gehalt müsste ich verzichten, denn er ist seit gestern Abend wieder in Deutschland. Da kam Begeisterung auf! Konnte nichts machen da ich nie angemeldet war und auch keine Kopie vom Arbeitsvertrag hatte. Wie heißt es so schön aus Fehlern lernt man. Ja  man muss hier ganz schön schuften um zu überleben.

Nachdem ich 1 1/2 Jahr auf der Insel war, habe ich dann auch einen Canario kennengelernt mit dem ich 13 Jahre in Arguineguin zusammengelebt habe. Durch Ihn habe ich  auch mein Spanisch verbessert (ok habe sein Deutsch auch verbessert) und habe so jetzt auch einige Canarios als Freunde. Die Insel habe ich nach und nach kennengelernt so wie es meine wenige Freizeit, 6 Tage Arbeitswoche, zugelassen hat. Weihnachten 2012 habe ich seit meiner Auswanderung und dank meines schönen Bürojobs das erste Mal  wieder in Deutschland verbracht.  Sonst waren es immer nur Kurzbesuche im Sommer, für 1 Woche oder 10 Tage.

Meine Auswanderung

Als  erstes hier einiges zu meiner Person. Ich lebe seit November 1996 hier auf der Sonneninsel. Mein Entschluss hier her zu kommen: Wintermäntel und Winterschuhe zu teuer also wo brauche ich das nicht  auf Gran Canaria.  Ab ins Reisebüro und Urlaub für 2 Wochen gebucht, dass ich erst mal ein Dach über dem Kopf habe und falls es schief geht das Rückflugticket gesichert ist . Am Flughafen angekommen,  und welch ein Zufall, die Reiseleiterin die mich in den Bus schickt, war eine ehemalige Wirtin aus meinem Dorf in Deutschland. Habe mich dann am nächsten Tag mit ihr getroffen, und schon hatte ich eine Wohnung denn sie suchte eine Nachmieterin für ihre Wohnung. Das einzige Problem die Wohnung war in der Nähe vom Flughafen. So dann ging es richtig los zuerst Arbeit suchen, dann nach einem günstigen Auto suchen. Nach drei Tagen herumlaufen und fragen in hunderten von Geschäften und Kneipen habe ich einen Job gefunden. In einer Bar, der Chef war froh dass er jemanden gefunden hat, der deutsch spricht da 90 % seiner Gäste Deutsche sind. Die Wohnung konnte ich auch übernehmen und ein kleines rollendes Auto war auch recht schnell gefunden. Nach vier Tagen Arbeit dachte ich was habe ich nur gemacht, in Deutschland war ich ja Bürotussi.  Die Füße taten weh, ich wusste nicht was für Schuhe anziehen es schmerzte alles. Aber Zähne zusammenbeißen es wird schon gehen. Nach 14 Tagen hatte ich mich daran gewöhnt, mein Chef brachte mir die ersten spanischen Worte bei, denn außer Hola, si und no, buenas dias  konnte ich nichts. Nach vier Monaten fand ich dann eine Wohnung im Smein-kleiner-gartenüden denn jede Nacht bis zum Flughafen war nicht gerade das Wahre mit dem Auto. Habe dann bis vor 2 Jahren in der Gastronomie in verschiedenen Lokalen und Gaststätten(90 % Nachtschichten) gearbeitet und dann einen Job in einem Büro gefunden. (Ja man wird älter und die Nachtarbeit ist ganz schön anstrengend). Wenn ich ganz ehrlich bin, ich habe meine Auswanderung nie bereut , jedoch Arbeiten muss man wirklich hier sehr  hart um einiges mehr als in Deutschland und es wird immer schwerer  eine Arbeit zu finden.